Review & Test: Ultrabook Acer Aspire S3-391-53314G52add 1


Review-Ultrabook-Acer-Aspire-S3-391-53314G52add-acer-erfahrungsberichtEin Ultrabook mit Intel Core i5 Prozessor, HD 4000 Grafikeinheit, 500MB Festplatte und 20 GB SSD im Aluminiumgehäuse für einen Preis ab 500 Euro? Das verspricht Acer mit dem Aspire S3-391-53314G52add. Man kann meinen, dass irgendetwas an dem Angebot nicht stimmt. Daher soll dieser ausführliche Testbericht nicht nur die Technik analysieren, sondern auch zeigen, wie sich das Gerät im Alltag schlägt.

Einleitung

Nach dem Boom der Netbooks vor einigen Jahren wurde klar, dass es eine hohe Nachfrage an mobilen Computern gibt, die klein, leicht und mobil sind. Leider konnten die Geräte aber nie mit der Leistung ähnlich teurer Notebooks mithalten, hatten dafür aber eine sehr gute Akkulaufzeit. Die leistungsstärkeren Notebooks dagegen waren und sind bis heute bei längerem Arbeiten auf eine Steckdose angewiesen.

Ultrabooks sollen die Fusion aus beidem bilden: Leistungsstarke Hardware, verpackt in einem kompakten Gehäuse bei zugleich langer Laufzeit. Waren die ersten Ultrabooks preislich für Normalanwender eher uninteressant, strömen immer mehr dieser Geräte auf den Markt, die zu einem verhältnismäßig niedrigen Preis angeboten werden. Das hier getestete Modell der Acer Aspire S3 Serie hört auf die Produktbezeichnung S3-391-53314G52-add ist bereits ab etwa 500 Euro zu haben. Dieser Test soll zeigen, ob man für diesen Wert tatsächlich Qualität, Leistung und Laufzeit bekommt, oder ob man nicht doch entweder zu einem langsameren Net- oder deutlich teureren Notebook greifen sollte.


Die Technik

Technisch verspricht das S3-391-53314G52add so einiges. Angetrieben wird es von einem Intel Core i5-Prozessor mit zwei Rechenkernen mit je 1,7 GHz. Dank Hyperthreading stehen insgesamt vier Threads zur Verfügung und im Turbomodus taktet der Chip auf bis zu 2,6 GHz hoch. Der Ram ist mit vier GB angemessen dimensioniert und die Festlatte mit 500 GB Speicher bietet auch genug Platz für zahlreiche Programme, Daten und Spiele – zumindest wenn die integrierte Grafikeinheit Intel HD 4000 dafür ausreicht. Die SSD ist leider nicht aktiv nutzbar, sie dient als Cache für den Ruhemodus und soll gewährleisten, dass das Ultrabook innerhalb weniger Sekunden wieder aus diesem erwacht und voll einsatzbereit ist.

Technik im Detail:

Prozessor Intel Core i5-3317U, Ivy Bridge-MB, 22 nm2 Kerne, 4 Threads0,8 – 2,6 GHz, Standardtakt 1,7 GHzCache: 32 KB L1I/D, 256 KB L2, 3 MB L3
Chipsatz Intel Panther Point HM77
Grafik Intel HD 4000350 MHz350 – 1050 MHz (Turbo)DirectX 11128 MB Memory350 MHz RAMDAC4 Pixelpipelines1 Textureinheit64 Unified Shaders16 Execution Units1400 MPixel/MTexel pro Sekunde
Arbeitsspeicher 3936 MB DDR3
Display 13,3” LCD AU Optronics B133XTF01.21366 x 768 PixelLED-Backlight16:930 – 83 kHz horizontal56 – 75 Hz vertikal
Festplatte 500 MB Western Digital Scorpion Blue WD50000LPVT-22G33SATA II5400 RPM8 MB Cache1176 MBit/s max. Datendurchsatz300 MB/s Datendurchsatz Puffer zu Host20 GB SATA SSD als Cache
Touchpad Synaptics PS/2Tasten integriert
Optisches Laufwerk Nicht vorhanden
USB 2x USB 3.0 rückseitig
WLAN 802.11 b/g/n,  Atheros AR5BWB222
HDMI 1x rückseitig
Kartenleser 1x SD/MMC, rechts
Webcam 1,3 MP, integriert
Bluetooth 4.0
Audio Realtek ALC269 HD AudioHeadsetanschluss links
Lautsprecher Acer 3D-Sonic-Stereo
Akku SANYO AP11D3FLithium-Ionen30758 mWh
Maße B 323 x T 219 x H 17 mm
Gewicht 1,34 kg
Nicht vorhanden VGA, DVI, Displayport, LAN, eSATA

Acer_Aspire_S3_391_cpuid

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Acer Aspire S3 lässt sich eher als spärlich beschreiben. Neben dem Netzteil und natürlich dem Gerät selbst, befand sich nichts weiter im Karton, als eine Kurzanleitung und die üblichen Dokumente wie die Garantiekarte. Ein Wiederherstellungsdatenträger, der in diesem Fall eine SD-Karte hätte sein können, fehlt ebenso, wie eine Transportmöglichkeit, sei es auch nur in Form einer Schutzhülle.

Verarbeitung

Das Aspire S3 macht auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und fühlt sich beim ersten Anfassen bereits edel an. Der gebürstete Deckel trägt zum optischen Genuss bei. Unter dem Notebook sorgen vier Gummifüße für einen stabilen Stand und etwas Abstand zur Unterlage, damit ausrechende Luftzirkulation gegeben ist. Zusammengehalten wird das Gehäuse durch kleine Schräubchen an der Unterseite, die jedoch nicht gerade optimal in ihren Vertiefungen sitzen, was leider etwas unsauber aussieht. Aber die Unterseite bekommt man ja sowieso nur selten zu Gesicht. Vermutlich deswegen scheint dort ein wenig gespart worden zu sein, denn trotz pfleglicher Behandlung haben sich dort ziemlich schnell erste Kratzer gebildet. Schade, aber auf der Unterseite noch zu tolerieren.

Die Oberseite wirkt dagegen deutlich robuster und ist, trotz stärkerer Belastung durch Auf- und Zuklappen oder darauf kurzzeitig abgestellte Gegenstände, nach der gleichen Zeit vollkommen frei von Kratzern. In aufgeklapptem Zustand bestätigt sich der hochwertige Eindruck. Die einzelnen Komponenten des Gehäuses sind gleichmäßig mit einander verbunden, Spalten, bei denen man befürchten muss, dass sich schnell Staub festsetzt oder sogar ins Gerät gelangt, gibt es nicht. Auch die Abstandshalter, die das Display in zugeklapptem Zustand vor der Tastatur schützen sollen, sind sauber eingearbeitet, ebenso die Webcam.

Die Scharniere machen einen soliden Eindruck. Der Bildschirm gibt beim Aufklappen einen angenehmen Widerstand, ist nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht. Man muss nicht befürchten, dass sich die Position bei normalen Erschütterungen verändert oder das regelmäßige Auf- und Zuklappen schnell dazu führt, dass das Scharnier ausleiert und entsprechend wenig Halt bietet.

Touchpad und Tastatur

So schön und hochwertig das Gehäuse auch wirkt, das Touchpad enttäuschte mich zuerst. Dass es bei dem Gerät keine Tasten unterhalb des Touchpads gibt, ist verschmerzbar und vor allem Gewöhnungssache. Beim ersten Benutzen des Touchpads überkam mich jedoch die Frage, ob das, bei dem hochwertigen Rest, ernst gemeint ist.

Review-Ultrabook-Acer-Aspire-S3-391-53314G52add-test

Es drängt sich mir die Frage auf, ob bei dem Touchpad gespart wurde, oder ob ich einfach das Pech habe, ein Montagsmodell erwischt zu haben. Im Vergleich mit anderen Touchpads der gleichen Bauart wirkten diese solider und wackelten nicht. Dabei spielte es keine Rolle, ob es ein Note- oder Ultrabook für 450 oder 1200 Euro war. Abgesehen von der Klapprigkeit meines Exemplars, ist das Touchpad aber angenehm zu Bedienen und erlaubt eine sehr präzise Eingabe. Ich bin es nicht gewohnt, Touchpads mit einem haptischen Feedback zu benutzen, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase ging mir die Bedienung in Fleisch und Blut über.

Die Tastatur dagegen passt sich gut ins sonstige Gesamtbild ein. Die Tasten sind groß genug, dass man sie auch mit dickeren Fingern präzise treffen kann und die Abstände zwischen den Tasten sind so gewählt, dass die Gefahr, versehentlich mehrere Tasten gleichzeitig zu drücken, ziemlich gering ist.

Auch das Schreibgefühl ist angenehm. Natürlich hat jeder Mensch andere Vorlieben, was die Tastatur angeht. Meiner Meinung nach tippt es sich mit dem gut gewählten Druckpunkt leicht, präzise und dabei auch noch ziemlich leise. Dass einige Tasten wie die Pfeiltasten und leider auch die Return-Taste recht klein ausfallen, ist dem allgemeinen Format geschuldet, ein Kompromiss, den man bei Geräten dieser Größenordnung leider eingehen muss. Hat man sich aber daran gewöhnt, arbeitet man mit der Tastatur ganz natürlich.

Display

Die Bildqualität des Displays lässt sich schlicht als ziemlich gut beschreiben. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben kommen gut rüber und zum normalen Arbeiten reicht die mittlere Helligkeitseinstellung vollkommen aus. Dreht man die Helligkeit ganz nach oben, ist es fast schon viel zu hell.

Zur Messung der technischen Einzelheiten wie einer Blickwinkelmessung fehlt mir leider die nötige Ausrüstung. Von der subjektiven Einschätzung her ist das glänzende Display in diesem Bereich aber nicht mit den besten Werten ausgestattet. Bei genauer Draufsicht ist die Darstellung sehr gut, weicht man aber mehr als ein paar Grad davon ab, sieht man bereits ein blasses und verfälschtes Bild.

Das bedeutet nicht, dass man sich nicht bewegen darf, wenn man vor dem Bildschirm sitzt. Man darf nur nicht zu weit abweichen. Zu weit bedeutet in dem Fall, dass man keine Blickwinkel einnehmen sollte, die eine Person hätte, die direkt neben einem sitzt oder hinter einem steht. Innerhalb des ganz normalen Bewegungsspielraums einer am Laptop arbeitenden Person bleibt das Bild gleichbleibend gut.

Sound und Webcam

Der Sound ist der Geräteklasse angemessen. Die Soundausgabe erfolgt in Stereo über zwei Lautsprecher, ist klar und laut genug. Es lässt sich nicht viel mehr sagen, als dass die Soundausgabe einfach gut ist, wenn man bedenkt, dass es sich nicht um ein richtiges Soundsystem, sondern immer noch um kleine Boxen eines mobilen Computers handelt.

Positiv aufgefallen ist mir die Webcam mit der Acer Crystal Eye Technologie. Obwohl die Kamera lediglich mit 1,3 Megapixeln auflöst, ist das Bild gestochen scharf. Videos in der HD-Auflösung 1280 x 760 Pixel zeichnet die Kamera scharf und vor allem flüssig auf. Auch der Einsatz unter suboptimalen Lichtverhältnissen hat einen guten Eindruck hinterlassen. Viele Webcams liefern nur noch rauschende und fast schwarze Bilder, wenn keine starke Umgebungsbeleuchtung vorhanden ist. Die hier verbaute Cam nimmt Bilder auf, auf denen man auch im Halbdunklen noch fast alles gut erkennen kann.

Lautstärke und Hitzeentwicklung

Vor allem die Lautstärke ist oftmals ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Laptopkauf und hängt mit der Hitzeentwicklung zusammen. Der Platz für ein Kühlsystem mit Ventilatoren ist aufgrund der kompakten Bauform natürlich sehr begrenzt und Temperaturen von bis zu 77° C müssen eben abtransportiert werden, ohne dass sich das Gehäuse zu sehr erhitzt.

Im Leerlauf und normalem Officeeinsatz arbeitet das S3-931-53314G52add wirklich sehr leise. Eine exakte Lautstärkemessung ist auch hier aufgrund fehlender Testumgebung nicht möglich, aber mehr als ein ganz leises Surren ist im normalen Betrieb nicht zu vernehmen. Es ist nicht lautlos, aber so leise, dass man es nur in einer ansonsten komplett stillen Umgebung selbst auf normaler Nutzerdistanz kaum wahrnimmt.

Wird volle Leistung verlangt, etwa bei Spielen oder aufwändigen Programmen, dreht die Kühlung richtig auf und dreht auf Hochtouren. Jetzt sind die Lüfter schon recht deutlich hörbar, den altbekannten Vergleich mit der Flugzeugturbine braucht man aber nicht anzustellen. Es rauscht deutlich, stört aber beim Spielen oder Musikhören nicht großartig.

Von der Frequenz her befindet sich das Lüftergeräusch in einem für mich angenehmen Bereich. Es ist ja nicht nur die Lautstärke entscheidend, sondern auch der Ton. Ein hochfrequentes Surren oder Fiepen der Lüftung wäre auch bei niedrigeren Lautstärken deutlich nervtötender als das Geräusch, das dieses Ultrabook von sich gibt.

Das Kühlkonzept ist gut durchdacht, denn selbst nach einer Stunde unter Volllast durch Prime95 hat sich der Prozessor trotz erreichter 77 °C nicht herunter getaktet, sondern ist stoisch im Turbo-Modus verblieben. Dabei ließ sich das Gerät auch problemlos anfassen, auch wenn man schon spürt, wo der Prozessor verbaut ist. Es wird warm, aber nicht heiß.

Einzig beim Test von Starcraft 2 wurde es von der Temperatur her etwas unangenehm. Zwar herrschte immer noch keine Verbrennungsgefahr, aber an der linken Seite wurde das Gehäuse dann doch so warm, dass es nicht mehr ganz angenehm war. Während des Tests herrschten in dem Zimmer allerdings auch Umgebungstemperaturen von 37° C, die sich logischerweise auch noch auf die Gesamttemperatur des Geräts auswirkten.

Akkulaufzeit

Wie lange kann man das Ultrabook mobil nutzen? Das ist natürlich auch immer abhängig von den verwendeten Programmen und gesetzten Energiespareinstellungen. Mit geringer Displayhelligkeit, ohne WLAN und Bluetooth hält der Akku natürlich länger, als wenn die Höchstleistung aus dem Gerät heraus gekitzelt werden soll.

Zum Testen der Mindestlaufzeit habe ich das Gerät mit Prime95 ausgelastet. WLAN war aktiviert, die Displayhelligkeit konstant auf etwa die Mitte eingestellt und das automatische Abschalten des Bildschirms war deaktiviert. Als Testmethode von Prime95 habe ich mich für In-place large FFTs entschieden, damit Ram und CPU ordentlich was zu tun haben.

Unter Volllast hat der Akku 90 Minuten lang durchgehalten. Für einen Dualcore mit insgesamt vier Threads und 1,7 GHz eigentlich kein schlechter Wert, zumal der Prozessor durchgehend im Turbomodus arbeitete. Preisgünstige Notebooks schaffen die 90 Minuten oft nicht mal im normalen Officebetrieb.

Als Richtwert für die durchschnittliche Akkulaufzeit habe ich die gleichen Einstellungen wie oben gewählt, nur natürlich nicht mit Prime95. Das Display war immer an und ich habe hin und wieder mal ein Programm gestartet und ansonsten Youtube-Videos laufen lassen, also eine recht normale Mediennutzung simuliert.

Der Akku meldete nach etwa dreieinhalb Stunden Notstand. Dafür, dass während der Zeit viele Youtube-Videos per WLAN gestreamt wurden und noch weitere Seiten aufgerufen und Programme gestartet wurden ein ziemlich guter Wert.

Konnektivität

Die Konnektivität bei Ultrabooks ist der Punkt, an dem die meisten Kompromisse eingegangen werden müssen. Es ist schlichtweg kaum Platz für viele Anschlüsse, denn man könnte so dünne Geräte kaum bauen, wenn noch zusätzliche Controller und Anschlussbuchsen auf so kompaktem Raum untergebracht werden müssten. Trotzdem hätte es ein bisschen mehr sein können.

Zwei USB-Anschlüsse und einmal HDMI erscheinen mir doch etwas dürftig. Im hinteren Bereich wäre noch Platz für eine LAN-Buchse gewesen, die beim Einrichten des Systems eine enorme Hilfe gewesen wäre. Ein DVD-Laufwerk fehlt komplett, was in dieser Geräteklasse nicht unüblich ist. Dafür legen andere Hersteller externe Laufwerke bei. Für die Installation externer Software ist man also auf die WLAN-Verbindung oder den Datentransfer über SD-Karten angewiesen. Beides dauert bei einer größeren Datenmenge mehrere Stunden.

Die Kombibuchse für ein Headset trifft meinen Geschmack auch nicht, hier hätte ich eine Lösung mit zwei separaten Buchsen bevorzugt. Der SD-Kartenleser liest auch nur SD- und MMC-Karten. Dass es möglich ist, 4-in-1 Kartenleser und LAN-Buchsen zu verbauen, zeigen Hersteller wie Lenovo oder Samsung. Auch ein Displayport-Anschluss fehlt, wobei dieser verschmerzbar ist, da dieser Anschluss bei weitem noch nicht so weit verbreitet ist wie zum Beispiel HDMI.

Das Gerät in der Praxis

Meine Anforderungen an das Ultrabook sind vor allem, dass es schnell und zuverlässig funktioniert und ich mit den üblichen Office-Anwendungen flüssig und effektiv arbeiten kann. Zudem soll es auch genutzt werden, um hin und wieder Filme, Musik oder Flash-Videos abzuspielen und als weiterer für mich wichtiger Punkt, es soll auch hin und wieder mal ein Spiel verkraften. Dass die Ansprüche an ein derartiges Gerät dabei natürlich nicht so hoch sind wie bei einem Desktop-PC mit aktueller Grafikkarte ist selbstverständlich.

In Internetforen wird oft die Frage gestellt, aber selten gut beantwortet, ob man mit den Geräten auch mal ein Spielchen wagen kann, immerhin handelt es sich bei dem hier verbauten i5 um ein Ultra-Low-Voltage-Modell und Intels IGPs haben sich seit Jahren nicht mehr mit Ruhm bekleckert. Ich brauche kein Battlefield 3 auf Ultra auf dem System, aber hin und wieder eine Runde Starcraft 2 würde ich beispielsweise auch auf dem Ultrabook mal zocken können, ohne das Augenlicht oder zumindest die Nerven zu verlieren.

Auch weigere ich mich, einen weiteren synthetischen Test zu schreiben. Tests mit einem jungfräulichen System sagen gar nichts über die tatsächliche Leistung aus. Das Aspire S3 bootete die ersten Male innerhalb von etwa 10 Sekunden ins Windows, ein Wert, der nach Installation von Updates, Virenschutz und der rudimentärsten Programme nie wieder erreichbar ist. Alle hier später angeführten Tests und Benchmarks beziehen sich auf ein System, wie es der Durchschnittsanwender wohl nutzt.

Ein Office-Paket, Treiber für Drucker, eingerichtete WLANs und grundlegende Software wie einen PDF-Reader, Mediaplayer wie VLC oder Winamp und eine Installation von Firefox gehören nun so ziemlich zum Standard. Jedes dieser Programme hat einen gewissen Grundeinfluss auf die Gesamtleistung des Systems, aber genau das ist das, was die meisten Tests nicht berücksichtigen.

Spieleleistung

Natürlich ist es klar, dass ein Gerät ohne dedizierte Grafikkarte nicht als Gaming-Rechner konzipiert ist. Aber ganz darauf verzichten möchten die Meisten ja auch nicht. In der Bahn oder abends im Hotel mal zur Entspannung und zum Zeitvertreib ein Spiel spielen, das nicht noch aus Zeiten kommt, in denen es nicht einmal Breitbildauflösungen gab, sollte auch mit einem flachen Ultrabook möglich sein.

Es ist fast schon klar, dass man vollen Detailreichtum mit der Intel HD 4000 kaum erreichen kann. Die Anforderungen sehen so aus, dass bei ein paar relativ aktuellen Spielen die native Auflösung von 1366 x 768 genutzt werden kann, ohne dass es zu Ruckelorgien kommt. Auch wenn die Grafikeinheit gefordert wird, sollten die Frames konstant sein und nicht schon nach wenigen Minuten abfallen, weil der Prozessor in den Hitzeschutzmodus wechselt und runter taktet.

Starcraft 2: Heart of the Swarm

Der Echtzeitstrategie-Hit von Blizzard erfreut sich mit der Erweiterung Heart of the Swarm weiterhin einer millionenfachen Spielerschaft und es scheint mir so, als wäre es das Spiel, nach welchem in Foren am häufigsten gefragt wird, wenn es um den Kauf eines Laptops geht.

Nach einem Durchlauf der Mission „Eiskaltes Schweigen“ kann ich das Urteil fällen, dass es läuft. Auf niedrigen Details sieht es in der nativen Auflösung immer noch ziemlich gut aus und es spielt sich flüssig. Die FPS bewegen sich konstant in der Nähe der 30 und sinken nur bei heftigen Gefechten etwas ab. Spielbar bleibt es dabei jederzeit, zumindest in der Kampagne. Wer also kein 60-FPS-Fetischist ist und auf volle Details verzichten kann, kann ruhigen Gewissens zu diesem Ultrabook greifen und Schlachten gegen Mengsk und Konsorten führen.

Diablo 3

Da Starcraft 2 gut läuft und Diablo 3 eigentlich nicht viel mehr Ressourcen brauchen sollte, wagte ich einen kurzen Ausflug in die Oase von Dalghur. Die Reise war tatsächlich sehr kurz, denn spielbar geht irgendwie anders. Trotz absoluter Reduzierung der Details und Einsatz der verringerten Spezialeffekte, wollte sich kein Spielspaß einstellen. Auch mit aktualisiertem Treiber kam ich nie auf 30 Frames pro Sekunde, um die 20 rum war Schluss.

Es ruckelt selbst im Basislager etwas und kommen in Außengebieten dann noch Feinde und Effekte hinzu, wird es zu einer harten Ruckelorgie. Zudem laggt der Charakter. Ich hatte immer das Gefühl, dass er so circa eine Sekunde braucht, bis er versteht, was ich von ihm möchte. Fazit: Für Diablo 3 nicht geeignet, außer man reduziert neben den Details auch noch die Auflösung.

Portal 2

Es darf auch mal geknobelt werden und ein richtiges 3D-Spiel sein. Der 3D-Rätsel-Hit Portal 2 von Valve war daher der nächste Testkandidat. Nach der Ernüchterung durch Diablo 3 hatte ich nur geringe Erwartungen an die Performance eines richtigen 3D-Spiels. Trotzdem habe ich erst einmal die native Auflösung gewählt und die Details heruntergeschraubt.

Die HD4000 geht bei dem Spiel ganz gut ab. Portal 2 ließ sich ganz flüssig spielen, oft bekam ich auch konstante 60 fps. Selbst in hektischen Szenen mit viel Action ruckelte es nicht, die fps schwankten immer zwischen 30 und 60, wobei man 30 nun wirklich als flüssig bezeichnen kann.

Sonic Generations

Darf es auch mal Arcade sein? Sonic Generations ist seit Dezember 2011 auf dem Markt, also keine wirkliche Neuerscheinung. Da ich es mit Tastatur für unspielbar halte, wählte ich das Spiel, um auch mal meinen Xbox360-Controller am Ultrabook auszuprobieren. Mit dem Controller kommt der Rechner super klar, mit Sonic nicht.

Das Ergebnis lässt sich ganz einfach als miserabel beschreiben. Obwohl das Spiel eigentlich kaum Leistung braucht, kam ich nie über 22 fps, was besonders bei so einem schnellen Spiel wie Sonic absolut inakzeptabel ist.

Fazit Spieleleistung

Die Spieleleistung ist äußerst durchwachsen. Kommt die Grafikeinheit bei dem alten Sonic Generations und dem aktuellen Diablo 3 so ziemlich an seine Grenzen, meistert sie dagegen mit Starcraft 2: HotS ein aktuelles Strategiespiel und lässt im 3D-Betrieb bei Portal 2 sogar noch Luft für Einstellungen, die über das Minimum hinausgehen.

Wer sich ein Ultrabook wie das Acer Aspire S3-391-53314G52add anschaffen möchte, um damit auch mal zu spielen, sollte vorher prüfen, ob die angedachten Spiele auch mit der HD 4000 klarkommen und spielbar sind, denn eine allgemeine Aussage scheint hier, zumindest anhand der getesteten Spiele, nicht möglich.

Anwendungen und alltägliche Nutzung

Was bedeutet alltägliche Nutzung? Ich verstehe darunter, wie sich das System anfühlt, wenn nicht gespielt, sondern gesurft oder gearbeitet wird. Es soll schlicht und einfach meine Arbeit nicht aufhalten, sondern Officeprogramme schnell öffnen und so ausführen, dass keine unnötigen Wartezeiten bei Öffnen von Menüs etc. entstehen. Auch der Wechsel zwischen mehreren Programmen sollte schnell gehen.

Natürlich ist dieser Test subjektiv, jeder hat eine andere Definition von „schnell“, gerade bei mobilen Geräten. Das einzig wirklich messbare dabei ist die Bootzeit. Nachdem das Ultrabook eingerichtet wurde, mit ein paar Programmen, Treibern etc., startet es immer noch recht flott. Bis der Desktop von Windows 7 erschien, vergingen exakt 29 Sekunden.

Da Windows danach immer noch etwas Zeit braucht, bis alles geladen und wirklich benutzbar ist, habe ich sofort nachdem der Desktop erschien den Firefox geöffnet. Insgesamt 9 Sekunden später öffnete sich das Fenster und der Browser reagierte direkt flüssig. Somit kann man festhalten, dass ein eingerichtetes Windows 29 Sekunden zum Booten braucht und nach insgesamt 38 Sekunden voll einsatzbereit ist.

Auch sonst kann ich aus meiner Sicht heraus der Performance ein gutes Zeugnis ausstellen. Es arbeitet sich ziemlich flüssig, Officeprogramme sind fix geöffnet und das Wechseln zwischen den Programmen geht auch schnell von der Hand. Firefox mit vielen offenen Tabs stellt auch kein Problem dar. Im Akkubetrieb zeigt sich ein ähnliches Bild, es macht kaum einen Unterschied, ob die Energie aus der Steckdose oder aus dem Akku kommt.

Fazit

Review-Ultrabook-Acer-Aspire-S3-391-53314G52addIst das Acer Aspire S3-391-53314G52add nun ein empfehlenswertes Ultrabook? Eigentlich schon, es macht Spaß, mit diesem Gerät zu arbeiten. Es sieht toll aus, das Bild ist gut, es ist schnell, leicht, robust und zuverlässig, womit die Hauptkriterien eines Ultrabooks erfüllt sind. Die Verarbeitungsqualität ist für die Preisklasse um die 500 Euro ausgesprochen gut, besonders das gebürstete Aluminium des Deckels macht einen hervorragenden Eindruck.

Weniger positiv fällt die Beurteilung bezüglich des Lieferumfangs und der Konnektivität aus. Man erhält wirklich nur das Gerät und das passende Netzteil. Ein externes Laufwerk oder eine kleine Schutzhülle wären nett gewesen. Die Zahl der vorhandenen Anschlüsse ist auch recht gering, wobei zwei USB 3-Anschlüsse bei einem mobilen Gerät meist ausreichen.

Den normalen LAN-Anschluss kann man mit einem USB-zu-LAN-Adapter kompensieren, wodurch es dann aber mit den USB-Anschlüssen eng wird, denn hat man noch eine Maus angeschlossen, ist kein Steckplatz mehr frei für ein externes Laufwerk, einen USB- oder UMTS-Stick oder eine externe TV-Karte.

Was das anfangs kritisierte klapprige Touchpad angeht, enthalte ich mich einer Bewertung. Es funktioniert klasse, aber bei anderen Geräten, die augenscheinlich das gleiche Pad einsetzen, wackelt es eben nicht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich ein Montagsmodell erwischt habe und es sich nicht um ein generelles Problem handelt. Das Klappern ist auch nicht besonders auffällig, aber wenn man sich die sonstige Qualität anschaut, trübt es das Gesamtbild etwas.

Die Leistung im normalen Windows-Betrieb ist sehr performant, Anwendungen laden schnell und reagieren flott, auch der Wechsel zwischen Programmen und Browsertabs geht ohne merkliche Verzögerungen von statten. Ebenfalls gut ist, dass die Grafikeinheit stark genug ist, um auch mal Spielen zu können, zumindest wenn man bereit ist, die Details zu reduzieren oder auch die Auflösung zu verringern. Ob die jeweiligen Lieblingsspiele mit der HD 4000 zurechtkommen, sollte man vorher aber ergooglen, wenn dies ein Kaufkriterium darstellt.

Abschließend kann man sagen, dass das Acer Aspire S3-391-53314G52add sein Geld wert ist. Ab 500 Euro bekommt man ein sauber verarbeitet und hochwertig wirkendes Ultrabook, mit dem man gut arbeiten und auch etwas spielen kann. Die Minimallaufzeit von 90 Minuten und die realistische Nutzungsdauer von rund vier Stunden machen es zu einem guten mobilen Begleiter für eigentlich alle Gelegenheiten, zumindest, wenn einem die Zahl der Anschlüsse ausreicht.

Im Anhang finden sich noch ein paar Benchmarks dieses Systems.

Benchmarks

Ohne klassische Benchmarks, die Daten für Vergleiche mit anderen Geräten liefern, geht es natürlich nicht. Alle Tests finden unter normalen Temperaturbedingungen im Netzbetrieb statt. Softwareseitig ist neben dem mitgelieferten Windows 7 Home Premium noch Office 2010 und Avast als Virenschutz installiert. Zur Systemdiagnose zusätzlich noch AIDA 64 und zur Überwachung und Mitschnitt der Temperaturen und Auslastungen CoreTemp inklusive des Gadgets für Windows.

Windows Leistungsindex

Acer_Aspire_S3_391_Win_7_Leistungsindex

 

AIDA 64 Disk-Read, Cache und Memory

Acer_Aspire_S3_391_cachemem

Acer_Aspire_S3_391_diskbench

Cinebench 11.5

Acer_Aspire_S3_391_cinebench_cpu_und_opengl

Geekbench

Acer_Aspire_S3_391_geekbench_allgemein

Acer_Aspire_S3_391_geekbench_integer_performance

Acer_Aspire_S3_391_geekbench_floating_point_performance

Acer_Aspire_S3_391_geekbench_memory_performance

Acer_Aspire_S3_391_geekbench_stream_performance

 

Truecrypt 7 AES

Acer_Aspire_S3_391_truecrypt benchmark

x264 HD 5.0

32 Bit:

Pass 1

——

encoded 5906 frames, 22.11 fps, 7775.81 kb/s

encoded 5906 frames, 18.62 fps, 7775.81 kb/s

encoded 5906 frames, 18.80 fps, 7775.81 kb/s

encoded 5906 frames, 22.21 fps, 7775.81 kb/s

 

Pass 2

——

encoded 5906 frames, 4.76 fps, 8004.45 kb/s

encoded 5906 frames, 4.54 fps, 8004.45 kb/s

encoded 5906 frames, 4.74 fps, 8004.45 kb/s

encoded 5906 frames, 4.76 fps, 8004.45 kb/s

 

64 Bit:

Pass 1

——

encoded 11812 frames, 24.67 fps, 7752.54 kb/s

encoded 11812 frames, 25.24 fps, 7752.38 kb/s

encoded 11812 frames, 25.16 fps, 7752.54 kb/s

encoded 11812 frames, 25.11 fps, 7752.39 kb/s

 

Pass 2

——

encoded 11812 frames, 4.67 fps, 8002.58 kb/s

encoded 11812 frames, 4.65 fps, 8002.68 kb/s

encoded 11812 frames, 4.66 fps, 8002.58 kb/s

encoded 11812 frames, 4.67 fps, 8002.68 kb/s

 

3DMark Vantage

Acer_Aspire_S3_391_3DMark_Vantage

 


Ein Gedanke zu “Review & Test: Ultrabook Acer Aspire S3-391-53314G52add

  • Günter Born

    Schönes Review im Artikel! Und danke für den Verweis zum Blog-Artikel – leider hat mir Acer kein Aspire A3 für einen Test zur Verfügung gestellt.

Kommentare geschlossen.