Android meldet: MicroSD-Karte leer oder nicht unterstütztes Dateisystem


Dass nach einem Android-Update hin und wieder alle Daten von der externen Speicherkarte verschwunden sind, kann vorkommen. Dass die Speicherkarte allerdings komplett unbrauchbar ist und als nicht eingelegt oder leer angezeigt wird, sollte nicht sein und hat viele Android-User in letzter Zeit verärgert. Insbesondere Nutzer von CyanogenMod hatten damit zu kämpfen. Das Problem kann man jedoch ganz einfach lösen.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man vor dem Update eines Smartphone-Betriebssystems, ein allumfassendes Backup anlegen sollte, damit man keine wichtigen Daten verliert. Besonders, wenn man auf eine ganz neue Version von Googles Android updatet. Vergisst man das Backup, ist der Verlust der Daten äußerst ärgerlich, aber meist verschmerzbar. Viel ärgerlicher ist es allerdings, wenn die externe Speicherkarte anschließend nicht mehr richtig oder überhaupt nicht mehr erkannt wird.

Speicherkarte leer oder nicht unterstütztes Dateisystem


Diese Meldung verheißt nichts Gutes. Wer diese Nachricht bekommt, kann für gewöhnlich nicht mehr auf seine Speichererweiterung zugreifen. Es kann auch sein, dass die Speicherkarte auch am heimischen PC nicht mehr erkannt wird, woraus meistens abgeleitet wird, dass diese irreparabel beschädigt ist. Eine neue MicroSD-Karte wird jedoch das gleiche Problem haben.

Die Ursache des Problems ist eine Änderung am exfat-Dateisystem. Einige Android-Distributionen verfügen von Haus aus über eine Option zur Formatierung der Speicherkarte unter Verwendung des aktualisierten Formats. Andere, beispielsweise etliche Versionen die auf dem Samsung Galaxy S3 laufen oder die beliebteste AOSP-Firmware CyanogenMod, haben diese nicht. Hier lässt sich die Karte zwar formatieren, wird danach allerdings trotzdem nicht erkannt.

Abhilfe schaffen kann der Versuch, die Speicherkarte (sofern sie überhaupt erkannt wird) am PC im FAT-Format zu formatieren. Nach anschließender Neuformatierung im Smartphone sollte sie wieder funktionieren. Sollte das nicht der Fall sein, kann man die Speicherkarte mit Rootzugriff und installiertem ClockworkMod Recovery wieder nutzbar machen.

Neuformatierung mit ClockworkMod Recovery

Der Autor hatte das Problem just mit seinem Samsung Galaxy S3 unter CyanogenMod 10.2.0. Die Speicherkarte war schon längere Zeit defekt, also musste eine neue her. Diese wurde allerdings auch nach dem Formatieren als leer oder ungültig angezeigt. Geholfen hat dann eine ganz einfache Neuformatierung mit ClockworkMod Recovery. Auch wenn die Anleitung auf Erfahrungen mit dem Samsung Galaxy S3 und CyanogenMod 10.2.0 basiert, sollte sie auch bei anderen Android-Smartphones mit diesem Problem helfen können. Für eventuelle Schäden wird hier natürlich keine Haftung übernommen.

Vorgehensweise:

Zuerst wird ClockworkMod Recovery auf die neueste Version aktualisiert. Das kann entweder über das Flashen eines entsprechenden Kernels geschehen oder einfach über den ClockworkMod ROM Manager.

Anschließend bootet man das Gerät in den Recovery-Modus. Der ROM-Manager stellt eine entsprechende Funktion zur Verfügung. Wer die App nicht nutzt, schaltet sein Smartphone aus und bootet es mit der entsprechenden Tastenkombination in den Recovery-Modus. Beim Galaxy S3 hält man die Volume-Up, die Home- und die Power-Taste gedrückt, um ins Recovery zu booten.

Im Recovery-Modus wählt man den Menüpunkt „mounts and storage“. Dort ist dann „format /storage/sdcard1“ zu wählen. Anschließend stehen verschiedene Formate zur Auswahl. Die Formatierung mit dem Format „exfat“ dürfte zum Erfolg führen.

Sollte es Probleme geben, kann man die Speicherkarte auch erst in einem anderen Format formatieren und dann nachträglich „exfat“ wählen. Um zu überprüfen, ob die Karte wieder erkannt wird, kann man nach dem Formatieren den Menüpunkt „mount /storage/sdcard1““ auswählen. Kann ClockworkMod Recovery die Karte erfolgreich mounten, sollte sie nach einem Neustart auch wieder von Android erkannt werden.

 

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